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#67 Wenn Kinder lügen

wenn Kinder lügen

In dieser Podcastfolge sprechen wir über ein faszinierendes Thema: wenn Kinder lügen. Durchschnittlich lügen wir Menschen 1–2-mal am Tag. Das können kleine Unwahrheiten sein oder wir lassen einfach etwas weg. Oft verbinden wir damit Scham und Moral. Vor allem, wenn es um Kinder geht, legen wir großen Wert darauf, dass sie die Wahrheit sagen.

In dieser Folge erfährst du, …

  • was Lügen eigentlich sind und was der Unterschied zwischen Lügen und Ausreden ist.
  • warum Kinder lügen.
  • wie du am besten reagierst, wenn du ein Kind beim Lügen erwischst.

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Wenn Kinder lügen: Vermeidung von Lügen bei Kindern

Lügen sind ein komplexes Thema, das oft von Scham begleitet wird. Besonders bei Kindern liegt es in unserer Verantwortung, sie darauf vorzubereiten, dass sie ehrlich und respektvoll miteinander umgehen.

In den verschiedenen Entwicklungsstadien unserer Kinder sehen wir, dass ihr Verständnis von Wahrheit und Moral wächst. In jungen Jahren zwischen drei und fünf Jahren vermischen Kinder oft noch Realität und Fantasie. Dabei ist es wichtig, dass wir ihnen beibringen, den Unterschied zwischen Realität und Fantasie zu verstehen und sie ermutigen, offen über ihre Gedanken zu sprechen.

Im Alter von sechs bis neun Jahren erkennen Kinder langsam, dass Lügen Konsequenzen haben und dass ihre Lügen von anderen durchschaut werden können. Hier können wir als Erwachsene unsere Kinder mit einer offenen Kommunikation unterstützen und die Verantwortung über die eigenen Worte betonen.

Eine offene Kommunikation ist immer eine Schlüsselkomponenten in der Arbeit mit Kindern.

Zwischen zehn und zwölf Jahren erkennen Kinder dann zunehmend, wie Lügen Beziehungen beeinflussen können. Das ist der Moment, in dem wir ihnen zeigen können und müssen, wie sie am besten mit Konflikten und Fehlern umgehen können.

Ab 13 Jahren steigt der Druck auf unsere Kinder, sozial akzeptabel zu handeln. Sie müssen lernen, wie sie zwischen individuellen Interessen und sozialem Verhalten abwägen, um zum Beispiel Manipulation zu vermeiden.

Wenn es ums Lügen geht, geht es auch immer um Kommunikation. Und da sollten wir als Erwachsene Vorbilder sein und offen mit unseren eigenen Fehlern umgehen. Offene Kommunikation und Verantwortungsbewusstsein sind Schlüssel, um das Vertrauen unserer Kinder zu gewinnen und sie auf ein respektvolles Leben in unserer Gesellschaft vorzubereiten. Denn: Wenn Kinder in einer Umgebung aufwachsen, in der sie sich gesehen, gehört und verstanden fühlen, sind sie eher bereit, sich ehrlich auszudrücken.

Hinter jedem Verhalten steckt ein Bedürfnis

Wenn wir unsere Kinder in offenen Gesprächen begleiten und ihnen einen Raum geben, in dem sie sich sicher fühlen, können wir dazu beitragen, dass sie auf ehrliche und respektvolle Weise miteinander umgehen. Lasst uns gemeinsam an einer Umgebung arbeiten, in der Ehrlichkeit und Vertrauen wachsen können, sodass unsere Kinder in der Lage sind, starke und gesunde Beziehungen aufzubauen.

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2 Antworten

  1. Hallo ihr beiden!
    Vielen Dank für diesen Podcast!

    Für mich definiere ich Lüge als eine gezielte Manipulation eines anderen mit schlechten Absichten.
    In meiner Kindheit gab es dann noch die abgeschwächte Form der Lüge als Notlüge. Sprich, damit waren die kleinen Verstöße gemeint, die man halt mal macht, wie z. B. heimlich Schokolade essen. 😉
    Wenn man sagt: du lügst oder du hast mich angelogen, dann verurteilt man den anderen schon sehr. Meiner Meinung nach.
    Deshalb frage ich meine Kinder seit sie klein waren (sie sind aktuell 10 und 13) immer erst, ob wir Märchenstunde haben. 😉 Und oft füge ich dann einfach an, wenn es z. B. um das vergessene Zähneputzen geht, es ist nicht schlimm, dass es nicht gemacht wurde, aber jetzt ist die Gelegenheit es nachzuholen. Und erst eine Zeit später frage ich gezielt noch einmal nach, ob die Zähne nun geputzt sind.
    Klappt in den meisten Fällen gut. Die Kinder wissen, dass sie ertappt wurden und sind, denke ich, über die zweite Chance froh.
    Kann man nicht in allen Lebenslagen anwenden, aber es ist durch die Handhabung schon öfter vorgekommen, dass mir dann doch mal Sachen erzählt wurden, die ich sonst vielleicht nie erzählt bekommen hätte.😉 Und das ist doch ein Vertrauensbeweis!
    Mit der Nachfrage, ob wir Märchenstunde haben, bin ich bis jetzt eigentlich auch immer gut gefahren, egal ob als Kiga-Busbegleitung, Tanztrainerin oder als Schulbegleitung. Meist kommt als Reaktion eine verschmitztes Lächeln und der Eingeständnis, dass es doch nicht ganz so gestimmt hat, wie es mir grad das Kind versucht hat weiß zu machen.

    Schöne Grüße aus dem Raum Landshut!
    Manuela

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