#44 Bei sich bleiben & offene Kommunikation

Offene Kommunikation

Wie oft ist es dir schon passiert, dass du die Verhaltensweisen eines Anderen komplett falsch interpretiert hast und dadurch ein völlig falsches Bild von ihm oder ihr hattest? Du bist dir z.B. richtig sicher, dass der Andere sauer ist, und fragst dich die ganze Zeit, ob du vielleicht etwas Falsches getan hast. Auf diese Art hören wir aber auf, in uns selbst zu bleiben und lassen unsere Gedanken so weit schweifen, dass wir gar nicht mehr in der Situation richtig präsent sind. Wir müssen lernen, in solchen Momenten wieder besser zu kommunizieren und offen zu fragen, wie es dem Gegenüber gerade geht. Darum soll es deshalb in unserer heutigen Episode unseres Podcasts Kurswechsel Kindheit um offene Kommunikation gehen.

 

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Du kennst die oben beschriebene Situation sicher auch, oder? Wir sitzen jemanden gegenüber und fragen uns, ob etwas nicht stimmt. Das eigene Gedankenkarussell springt an und die wildesten Vermutungen kommen ans Licht. Petra und Andrea berichten in der Podcastfolge von einem aktuellen Fall aus einem Team-Meeting.

Offene Kommunikation

Ganz oft machen wir uns abhängig davon, was unser Gegenüber tut oder was wir glauben, was er tut. Denn es ist ja so oft so, dass wir Dinge auf uns beziehen und glauben, ich habe jetzt was falsch gemacht. Petra erinnert sich an Unterrichtsstunden mit Kindern, in denen sie wirklich gedacht hat: Er macht meinen ganzen Unterricht kaputt und irgendwie, das funktioniert alles nicht.

Wenn sie dann gefragt hat, dann waren die Ursachen oft was ganz, ganz anderes. Wichtig ist, dass wir uns mehr auf uns besinnen und auf das, was für uns gut ist und nicht immer reininterpretieren, was der andere, ja was der andere vielleicht hat. Da steckt vielleicht etwas ganz anderes dahinter.

Unsere Gedanken steuern die Gefühle

So sabotieren wir uns selbst, weil dadurch, dass wir die ganze Zeit grübeln, was ist denn schief gelaufen, habe ich meine Gedanken nicht mehr bei mir. Es ist wie, als würden sie auf einem anderen Planeten surfen.

Das heißt, wir müssen uns immer wieder zurücknehmen und darauf besinnen:

  • Wer sind wir?
  • Was sind unsere Gedanken?
  • Welche Gedanken lassen wir zu?

Denn letztendlich steuern ja unsere Gedanken die Gefühle.

Auch im Beispiel aus der Podcastfolge war es so, dass sich Andrea echt schlecht gefühlt hat, bei ihrer Interpretation.

Offene Kommunikation hilft!

Andrea hat das tatsächlich viele, viele Jahre überhaupt nicht gekannt und hat sich dann wieder fürchterlich aufgeregt darüber.  Seitdem sie sagt, was sie bedrückt, geht es ihr einfach viel, viel besser, weil sie mit ihren Gedanken und ihren Gefühle besser umgehen kann.

Offene Kommunikation

Offene Kommunikation für und mit Kindern

Offen mit Kindern zu kommunizieren ist auch ganz wichtig. Für die ist es ja noch viel, viel schlimmer. Die sind ja auch noch viel abhängiger von uns. Und je jünger die Kinder sind, umso mehr sind sie natürlich vom Verhalten außenrum abhängig.

Auch wenn wir in Gruppen arbeiten oder auch unseren eigenen Kindern immer so ein Stückchen mitbringen. Natürlich kommen wir auch mal nach Hause und sind grantig (sauer). Ich weiß nicht, wer das schafft, immer nur guter Laune zu sein und immer nur ein gutes Gesicht zu zeigen. Vielleicht ist ja ein Liebesbrief vom Finanzamt gekommen und der beschäftigt einen jetzt irgendwie.

Und dann kommt die Frage von den Kindern ganz oft: Ist alles okay?

Ich finde allein, dass die Kinder sich dann trauen, diese Frage zu stellen und nicht so auf sich beziehen, ist schon super. Nach dem Motto die Mama ist so sauer, ich habe da vielleicht was falsch gemacht. Das ist glaube ich schon ganz, ganz wichtig, dass wir so ein Stückchen Interpretation rausnehmen, aber auch unseren Kindern zeigen, wenn wir nach Hause kommen und uns vielleicht gerade irgendwas quer gegangen ist, irgendwo auf dem Weg, darüber offen kommunizieren.

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