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Das stumme H und seine Geschichte

In dieser Podcastfolge spreche ich über das stumme H – dem Buchstaben mit den sieben Siegeln. Denn das sogenannte Dehnungs-H macht vielen Kindern mit LRS Schwierigkeiten. Doch warum ist das so? Und warum sogar ChatGPT damit Probleme hat. In dieser Folge erfährst du, …
  • welche Dehnungszeichen es noch gibt und was genau sie sind.
  • warum gerade Kinder mit LRS oft auf Probleme stoßen, wenn es um das Dehnungs-H geht.
  • die Regeln des stummen H, die du an Kinder weitergeben kannst.

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Die Geschichte des Dehnungs-Hs

Das Dehnungs-H hat eine Geschichte, die bis ins Mittelalter zurückreicht, als die deutsche Sprache noch von einer Vielzahl von Dialekten geprägt war. In dieser Zeit gab es keine einheitliche Rechtschreibung und die Menschen schrieben nach Gehör. Die Vielfalt der Dialekte führte zu unterschiedlichen Aussprachevarianten, insbesondere bei langen Vokalen.

Um die Unterschiede in der Aussprache zu standardisieren und eine einheitliche Rechtschreibung zu schaffen, wurde das Dehnungs-H als Schreibzeichen eingeführt. Dies war jedoch ein langwieriger Prozess, der sich über verschiedene Regionen Deutschlands erstreckte. Es gab keine klaren Regeln und die Schrift war äußerst variantenreich.

Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich Rechtschreibregeln, und das Dehnungs-H wurde standardisiert. Es wurde in Wörterbüchern wie dem Duden und in Rechtschreibregeln festgelegt. Heutzutage dient das Dehnungs-H dazu, anzuzeigen, dass der vorangegangene Vokal lang gesprochen wird.

Ansätze für das Erlernen des Dehnungs-Hs für Kinder mit Legasthenie

Die Regeln für das Dehnungs-H sind recht komplex und dadurch nicht immer leicht zu verstehen und umzusetzen, besonders für Kinder mit Lese-Rechtschreibschwäche. Deswegen ist das Dehnungs-H ein Buchstabe mit sieben Siegeln für viele Kinder. Um es diesen Kindern zu erleichtern, sind pragmatischer Ansatz mit Merkwörtern und Wortbausteinen oft effektiver. So können Kinder die Regeln besser verstehen und im Schreibfluss anwenden.

Wie war das bei dir in der Schulzeit? Hast du von Anfang an verstanden, warum nämlich nicht mit H geschrieben wird, oder musstest du dir oft den Merksatz „Wer nämlich mit h schreibt, ist dämlich“ anhören?

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2 Antworten

  1. Ich lese Ihre Informationen immer mit großem Interesse. Ich beschränke mich aber in meiner Arbeit auf Lesen und Rechtschreibung. Sie arbeiten dagegen umfassend! Meist kann ich bei Ihnen mein Hintergrundwissen erweitern. Zu diesem Podcast möchte ich ein paar Anmerkungen machen:

    Merkwörter sind hier tatsächlich angesagt! So mache ich es auch. Es gibt bei der l-m-n-r-Regel viele Ausnahmen und wieder Ausnahmen von den Ausnahmen. Wörter mit Kr sind nicht betroffen, heißt die Regel. Das stimmt bei Kran, aber nicht bei Krähe. Da gibt es noch mehr solche Fälle. Es gibt zudem viele Wörter, die mit einem stummen h enden, was die Regel auch nicht abdeckt. Beispiele: Floh, froh, Kuh, nah roh …

    Das stumme h und das Trennungs-h sind keine eigenständigen Laute. Sie gehören zum Vokal davor und zeigen an, wie Sie ja auch schön erklären, dass der gedehnt zu sprechen ist. Bei mir gibt es – ich richte mich da nach Prof. Günther Thomé – deshalb auch die Vokale: ah äh eh ih oh öh uh üh (ganz selten eih). Das ist genau wie bei den Doppelvokalen, da zeigt der zweite auch die Dehnung an. Und ihr westfälisches Dehnungs-e gehört auch zum Vokal davor. Ganz kritisch ist, dass bei der Duden-Silbentrennung, die die Schulen unbedacht auch für das Lesen übernommen haben, das stumme h immer häufiger von den Schülern gelesen wird, weil es am Anfang der Silbe steht, zum Beispiel bei ge-hen, se-hen usw. Ich zerteile bei meiner Leseförderung keine Laute auf zwei Silben. (Bei dem Laut ng ist die Silbentrennung beim Lesen besonders schlecht. Viele Schüler lesen deshalb nicht mehr ng sondern n und g gesondert.) Das h nach einem Vokal ist eine besondere Vokalschreibung und, da sind wir einig, die betroffenen Wörter sollten als Merkwort behandelt werden.

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