#26 Lernstrategien für die Schule

Lernstrategien für die Schule

Gibt es Lernstrategien für die Schule, die auch Spaß machen?

Na, klar. Lernen muss nicht heißen, dass die Kinder dröge halb schlafend über den Büchern hängen und sich denken: „Was ist das denn für ein Mist?!“.

Lernen kann auch Spaß machen. Welche Lernstrategien sich für Kinder in der Schule am besten eignen, zeigen wir euch an vielen lustigen Beispielen in unserer neusten Folge in unserem Podcast Kurswechsel Kindheit.

Das beste an dieser Folge: Du kannst die Lernübungen direkt live im Podcast mitmachen und verstehst, wie effektiv diese Lernstrategien sind.

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Was sind Lernstrategien?

Es gibt ja ganz, ganz viele Lernstrategien für die Schule. Dabei geht darum, den Lernstoff so aufzubereiten, dass er für unser Gehirn spannend ist. Denn unser Gehirn lernt Dinge, die spannend sind und die mit positiven Emotionen verbunden sind, einfach besser.

Viel besser als wenn Kinder stur vor einem Blatt sitzen und versuchen sich den Lernstoff anzueignen , während sie dabei vor lauter Langeweile fast einschlafen. Die Inhalte landen dann im Arbeitsgedächtnis. Aber dort wird es gleich wieder rausgeschmissen, nach dem Motto: Keine interessante Info, raus damit.

Das heißt, unser Gehirn ist immer auf der Suche nach spannenden neuen Erfahrungen. Welche das sein können, erfährst du gleich.

 

Beispiele zu Lernstrategien

Lernen muss Spaß machen, ansonsten kannst du es einfach bleiben lassen. Ich bin jetzt einfach mal ganz locker flockig mit diesem Satz. Wenn das Lernen nicht Spaß macht, dann bleibt nichts im Gedächtnis hängen. Wie können Emotionen dabei sein?

Wir zeigen dir jetzt ein paar kreative Lernstrategien für die Schule.

Lernstrategie Beispiel 1: Perspektivenwechsel

Ganz interessant ist es fürs Gehirn dann, wenn wir Lern-Themen so aufbereiten, dass wir sie immer wieder von einem anderen Blickwinkel aus betrachten. Die Kinder brauchen, wie im Coaching, einen Perspektivwechsel. 

Nehmen wir das Beispiel Schreiben, wenn ein Kind fünfmal ein Wort schreiben soll. Das Gehirn denkt sich: „Oh Gott, oh Gott, oh Gott. Ich schalte jetzt mal ab und gehe auf Autopilot.“

Ganz anders sieht es aus, wenn ich so Schreiben lerne:

  • jeden Buchstaben in einer anderen Farbe schreiben,
  • das Wort vielleicht sogar aus Buchstaben zusammen kleben,
  • das Wort auch mal quer ins Heft schreiben.

Wenn ich die Art des Schreibens ändere, dann ist es für das Gehirn jedes Mal was anderes und es nimmt jedes Mal wieder wahr, was es tut.

Lernstrategie Beispiel 2: Körperliste

Eine von Andrea’s Lieblings-Strategien ist die Körperliste, die unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer in unserer Ausbildung zum ganzheitlichen Kinder- und Jugendcoach immer live durchmachen dürfen.

Lernstrategien Schule

So geht die Körperliste: Die Schülerin oder der Schüler steht im Raum und wir hänge an bestimmte Körperteilen kleine (imaginäre) Briefkästen ran.

In diese Briefkästen wollen wir dann verschiedene Informationen werfen. Ich nehme jetzt einfach mal das Beispiel Einkaufszettel. Das könnt ihr sofort ausprobieren.

Das heißt, wir suchen uns jetzt bestimmte Punkte am Körper, wo wir so einen Briefkasten anhängen:

  • an unsere Fußsohlen oder die Zehen,
  • an unser Knie,
  • an einen Oberschenkel,
  • an unser Gesäß,
  • an unsere Taille,
  • an unsere Schulter,
  • an unseren Hals und
  • auf unseren Kopf.

Folgende Dinge wollen wir einkaufen: Duschgel, Zahnpasta, Senf, Eier, Bananen, Zahnstocher und Glühbirnen. Probiert gerne mal, ob ihr euch das auch einfach so merken könnt. In der Regel funktioniert es nicht. Unser Gehirn kann sich sieben plus minus zwei Sachen ohne Lernstrategien sich merken.
Dann starten wir das Ganze und belegen die einzelnen Briefkästen mit den Sachen, die wir einkaufen wollen. Fangen wir bei den Zehen an und legen dort das Duschgel rein. Jetzt soll sich das Kind genau vorstellen wie es sich anfühlt, wenn das Duschgel durch die Zehen nach oben flutscht. Weiter geht es mit der Zahnpasta in den Kniekehlen. Wir könnten uns vorstellen, dass wir die Zahnpasta mit unseren Knien ausquetschen. Eine tolle Vorstellung für unser Gehirn. Als nächstes gibt es ein Senfpeeling für die Oberschenkel. Einen Tanz mit Bananenröckchen auf der Taille. Die Zahnstocher stützen unseren Hals und mit der Glühbirne auf dem Kopf geht uns ein Licht auf.

Nun, wiederholen wir nochmal unsere Artikel für die Einkaufsliste. Konntest du dir mit dieser Lernstrategie alles merken?

Lernstrategie Beispiel 3: Loci-Technik

Unser nächste Lernstrategie für die Schule wird als Loci-Technik bezeichnet. Sie verbindet die zu lernenden Informationen mit Orten, die das Kind kennt.

Nehmen wir als Beispiel wichtige Infos zum Igel aus dem Biologie Unterricht. Wir verteilen nun auch wieder Briefkästen, in die wir die Informationen zum Igel stecken. Allerdings an einem bekannten Ort. Das kann zum Beispiel das eigene Zuhause des Kindes sein.

Die Briefkästen kommen an den Eingang, die Treppe, die Küche, das Wohnzimmer, das Badezimmer etc. Am besten einen Weg, den die Kinder zu Hause auch oft gehen, wenn sie z. B. von der Schule kommen.

Das heißt, wir haben jetzt einen Weg und überall wollen wir eine Info hin packen. Es geht um den Igel.  Wie alt wird der Igel? Der Igel wird bis zu sieben Jahre alt. Die Information kommt in den ersten Briefkasten am Eingang. Nun kannst du die weiteren Informationen im ganzen Haus verteilen.

 Das Tolle daran ist, dass die Kinder nun alle Informationen beim imaginären Rundgang durch das Haus wieder abrufen können.

Hör dir im Podcast gerne nochmal die detaillierte Beschreibung an. Petra und Andrea haben dort auch noch ein paar weitere Lerntechniken, die die ABC-Technik, erklärt.

Lade dir gerne unseren Fragenkompass runter und erhalte unsere 113 genialen Fragen, die du auch beim Lernen mit Kindern nutzen kannst.

Wir hoffen ihr hattet genauso viel Spaß wie wir dabei und bitte versucht es, probiert sie es aus und schreibt es echt in die Kommentare.

Wie hat es geklappt? Wie war es? Das waren eure Erfahrungen, vor allen Dingen was sein?

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